Gemeindehaus

Pfarrhäuser und Gemeindehaus:

Ältester Bauteil: Pfarrscheune 1820/21 erbaut. Als Entlastung für die Gebäude auf der Wehme, die damals als Pfarrhaus dienten1576 und 1711. Die Wehme befindet sich nördlich der Kirchmauer und ist heute ein Apfelbaumhof auf dem Schafe weiden. Die Gebäude wurden nach dem Neubau des Pfarrhauses teilweise abgerissen, beziehungsweise abgebaut und als Wohnhaus des Zimmermeisters Nordsiek 1863 „Auf dem Kampe“ wieder aufgebaut.

Im Jahr 1853 wurde das neue Pfarrhaus unter Pastor Knoll und den Diakonen Meyer und Ottomeyer neben der vorhandenen Scheune errichtet.

Die Inschriften über der Tür und dem darüber liegenden Fenster geben Aufschlüsse über die Baugeschichte:

AO 1853 ME FIERI CURARUNT KNOLL PAST.

PH.MEYER – FR.OTTOMEYER DIAKONI

(Anno Domini 1853 haben dafür gesorgt, dass ich gebaut wurde…)

Bei Meyer und Ottomeyer handelt es sich vermutlich um Kirchenälteste, alteingesessene Landwirte der Gemeinde, die ihre Dienste beim Bau zur Verfügung stellten.

Auf den Türpfosten rechts und links sind die Namen des Maurermeisters Leweke mit dem Vermerk CAEM (Zementarius – also: Maurer) und des Zimmermanns Flügge mit dem Vermerk FAB für faber – Zimmermann zu lesen.

Leweke war ein damals in Reelkirchen ansässiger Maurermeister. Flügge ein Zimmermeister aus Blomberg.

Auf dem Fenster oberhalb der Tür ist zu lesen:

Tanquam non possidentes 1 Kor 7,30

Gleichsam als hätte man nicht.

Diese Anweisung des Apostels Paulus bezieht sich auf den Umgang der Christen mit Besitz: Sie sollen ihn besitzen, als besäßen sie ihn nicht. Das bedeutet: Sie sollen sich nichts auf den Besitz einbilden und ihn zum Wohl der der Gemeinde einsetzen. Man soll sein Herz nicht an irdische Güter hängen sondern nach den himmlischen Gütern trachten.

In der Pfarrscheune  befindet sich auch eine Wohnung für den Küster. Beide Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

1959  wurde anstelle der Scheune am Pfarrhaus und des alten Konfirmandenzimmers ein Gemeindesaal eingerichtet. Ebenfalls wurde in diesen Jahren die Fenster erneuert und eine Ölheizung eingebaut.

1971 erhielt das Gemeindehaus einen Außenputz und der Gemeindesaal wurde renoviert.   

Der jetzige Parkplatz wurde 1972 neugestaltet.

1978 wurde mit dem Bau eines neuen Pfarrhauses begonnen. Im Jahre 2008 wurde diese Gebäude mit einem großen Grundstück verkauft.

In dieser Zeit wurde auch das Gemeindehaus dahingehend umgebaut, das nun 2 Büroräume für die Gemeindesekretärin und die Pastorin zu Verfügung stehen. Dadurch ist es auch notwendig geworden, die untere Küche umzugestalten. Ebenfalls wurde im jetzigen KV-Raum ein Großer Schrank eingepasst. Im 1. Stock gibt es noch einen Konfi-Raum, der für Unterricht und KiGo genutzt wird. Das Schmuckstück ist der Große Saal, in dem Kaffeetrinken und Feiern für ca. 70 Personen stattfinden können. Dort Proben auch unsere Musikgruppen.

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