Silberne Konfirmation

Premiere am 17.09.2016

Premiere in Reelkirchen – Silberne Konfirmation am 17.09.2016

Am frühen Abend begann der Festgottesdienst zur Silbernen Konfirmation in der Reelkirchener Kirche. Das Seitenschiff abgedunkelt, die Kerzen am Lüster entzündet, ein würdiger Rahmen für ein besonderes Ereignis.
Seit den 1920er Jahren werden in Deutschland Konfirmationsjubiläen gefeiert. 50 Jahre, 60 Jahre, 65 Jahre oder sogar die Gnadenkonfirmation 70 Jahre nach der Konfirmation. Auf ihrer Internetseite beschreibt die Evangelische Kirche in Deutschland etwa die Feier der Silbernen Konfirmation als einen „Rastplatz auf der Lebensreise“. Sie gibt Menschen die Möglichkeit, sich auf ihrem Lebensweg immer wieder des Segens ihres Gottes zu vergewissern.
Und so nahmen acht Silberkonfirmanden an diesem besonderen Gottesdienst teil. Nicht nur für unsere Gemeinde war dieser Gottesdienst anlässlich des 25jährigen Jubiläums nach der Konfirmation eine Premiere, sie war es auch für unsere Pastorin Bettina Hanke-Postma. Sie betonte, dass geschaut werden müsse, ob die Feier der Silbernen Konfirmation in der Gemeinde Akzeptanz finde. Sie freue sich über Rückmeldungen.
Bettina Hanke-Postma predigte über Jesaja 40 Vers 31: „Doch die, die auf den Herrn warten, gewinnen neue Kraft. Sie schwingen sich nach oben wie die Adler. Sie laufen schnell, ohne zu ermüden. Sie werden gehen und werden nicht matt.“ Sie ging der Frage nach, ob uns unser Glaube trägt, ob er uns Flügel verleihen kann. Kann ich Gott und seiner Liebe zu uns vertrauen? Und wie ist es mit unserer eigenen Kraft? Wenn wir erwachsen werden, dann lernen wir auf unsere eigene Kraft zu vertrauen. Gottes Kraft beflügelt uns. Das Vertrauen zu Gott wächst, wenn wir zu ihm beten. Und wenn wir ein dunkles Tal durchschreiten, sich für uns am Horizont keine Lösung abzeichnet, dann ist es wichtig auf Christus und das Kreuz zu schauen. Jesus ist nämlich der Experte für die dunklen Momente, er hat sie selbst erlebt, führt Bettina Hanke-Postma aus. Aber war es nicht so, dass sein Gebet am Kreuz nicht erhört worden ist? Nein, erklärt sie: Gott hat Jesus zu Ostern ein neues Leben geschenkt! All unsere Sorgen, Nöte, all die Last, die wir tragen, können wir bei Gott ablegen. Sie kam noch einmal auf die Adler zu sprechen: sie stoßen ihren Nachwuchs hart aus dem Nest. Die Eltern merken, wenn ein Junges noch nicht gut genug fliegen kann. Die Folge: sie fliegen hinterher und fangen es auf. Unsere Pastorin betonte, uns fange Gott auf. Keiner könne tiefer fallen als in Gottes Hand. Die, die auf Gott vertrauen, bekommen immer wieder neue Kraft.
Jede und jeder Silberkonfirmand/in bekam eine Urkunde überreicht, als Erinnerung an diesen besonderen Tag.
Musikalisch begleiteten die Saitenspringer - hervorragend wie immer -  den Gottesdienst, in dem im Gegensatz zu anderen Jubiläums-Konfirmationsgottesdiensten moderne (zum Teil auch in englischer Sprache) Lieder aus dem Gesangbuch „Lieder zwischen Himmel und Erde“ gesungen wurden. In „Laudato si“ wird Gott für all das, was er erschaffen hat, mit den Worten „Sei gepriesen, denn du bist wunderbar!“ gedankt. Die Sehnsucht nach der Nähe Gottes im Leben nahm das Lied „There is a longing in our hearts“ (Da wohnt ein Sehnen tief in uns) gezielt auf. Abschließend sangen wir „Möge die Straße“, endend mit dem guten Wunsch „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand!“
Anschließend gab es noch ein gemütliches Beisammensein im Gemeindehaus. Für das leibliche Wohl sorgte der Kirchenvorstand.

Silke Winkler

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